Die ursprüngliche Botschaft des Islâms

 

Von Farid Gabteni

 

Die wissenschaftliche Gültigkeit meiner Arbeiten ist anerkannt und von den Fachleuten unumstritten. Unter diesen haben einige – traditionalistische Muslime – dennoch Vorbehalte gegen die Ergebnisse meiner Forschung, sprich die Entheiligung des ideologischen Traditionalismus und die reine und einfache Wiederherstellung der ursprünglichen Islâm (610-632). Mein Werk richtet sich natürlich an die Muslime, aber auch, wenn nicht mehr an Nicht-Muslime; um das Wahre vom Falschen zu unterscheiden, den ursprünglichen Islâm vom zweckentfremdeten und instrumentalisierten Islam..
Ich habe den Koran, den ḥadîth, die sunnah/sîrah, Theologie und Rechtsprechung durch den Unterricht und die Vision der großen Doktoren (Σulamâ) gelernt, welche als Traditionisten gelten. Folglich bin ich selber für einige Zeit Traditionalist (gemäßigt؟) gewesen. Als ich mich allerdings spezialisiert habe und unter anderem Historiographie studiert habe, habe ich den Koran aus einem interdisziplinären wissenschaftlichen Blickwinkel gesehen; wie groß war mein Erstaunen beim Entdecken, dass die ursprüngliche Botschaft des Islâm aus dem Korpus im Widerspruch mit vielen Aussagen aus den vielfältigen traditionalistischen Schriften steht, obwohl diese die Grundlage für die traditionalistische Ideologie darstellen.
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Etymologisch gesehen bedeutet der Islâm (الإسلام) im Arabischen die Befriedung: Das Handeln um Frieden zu bringen, ihn zu herbeizuführen, wiederherzustellen und zu erhalten; die Ergebung durch den Frieden zu Gott. Der Islâm ist die Aktivierung des Friedens (al-silm, al-salâm, السّلم السّلام): Derjenige, der sich zu Gott ergibt, befriedet sich (yuslim, يسلم), unterbindet die Störung seines Geistes, Aufstände in ihm und um ihn herum; er ist befriedend, muslimisch (muslim, مسلم) und Pazifist (mussâlim, مسالم) : Er strebt nach Frieden, Sicherheit und Ruhe, er ist nicht für die Unruhe und den Aufstand oder nimmt auch nicht daran teil; dementsprechend erhält er ein friedliches (salîm, سليم) Herz, gesund und heilig, im Frieden mit Gott und Seiner Schöpfung.
Der historische Kontext des Aufstiegs des Islâms teilt einige Gemeinsamkeiten mit unserer Epoche. Ähnlich wie heute, wurde die damals bekannte Welt am Anfang des siebten Jahrhunderts von antagonistischen Mächten dominiert, das Persische und das Byzantinische Reich. Es gab andere Zivilisationen, wie die große Nationen Indien und China, ohne die präkolumbianischen Völker zu vergessen, andere reiche und andere arme Länder. Es gab auch unterentwickelte Völker und Stämme, die seit Jahrhunderten den gleichen Lebensstil hatten, wie auch noch heute einige Gruppe fortbestehen, die am Rande der Zivilisation leben…
Die philosophischen Bedenken und die religiösen Überzeugungen der Stämme Arabiens waren sehr archaisch im Vergleich zu bestehenden Religionen, sowohl monotheistisch, Judentum, Christentum und Zoroastrismus, die in der ganzen Welt verbreitet waren, bis in die entlegensten Regionen in der Wüste Arabien, als auch polytheistisch angesehene, Taoismus, Shintoismus, Hinduismus, Buddhismus…
Der Polytheismus und die Götzenanbetung, die in den Stämmen Arabiens herrschten, waren so, dass die Darstellungen Gottes selbst als göttlich angesehen wurden und als solche verkörpert wurden. Und auch wenn ihre Anhänger an einen Gott der Götter glaubten, war dieser sich jedoch nicht in seiner Überlegenheit sicher, er stand im Wettstreit mit minderen Gottheiten, die, ziemlich häufig, mehr verehrt wurden als er. Der Grad der Veränderung der Araber, war also verglichen mit dem der großen Nationen ihrer Zeit, sehr eingeschränkt.
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Der historische, religiöse und soziokulturelle Kontext in dem Mohammad, der letzte aller Propheten[1] gelebt hat, ist mit dem von Abraham, dem Vater der Muslime vergleichbar. Dieser hat in einer Epoche gelebt, in der Menschenopfer, vor allem von Kindern, nicht selten waren. Die Armut in Arabien am Anfang des siebten Jahrhunderts hat einige dazu geführt ihre Kinder zu töten. Andere haben ihre Töchter aus Scham oder aus Angst vor Schande lebendig begraben, vor allem, wenn sie die Erstgeborenen waren. Es kam auch vor, dass der männliche Erst- oder Letztgeborene in Folge eines Versprechens an einen Götzen geopfert wurde. So entstand der Islâm da wo der Obskurantismus und der Ignorantismus die Wüste dominierten.
Begründet von einem Mann, Mohammad, den die Idole abstießen. Er hatte den Beinamen al-amîne: „der Versicherer, der Vertrauenswürdige“. Ihm hat Gott die Offenbarung durch den Engel Gabriel (Jibrîl) zugestanden. Mohammad befand sich in einer Grotte namens Ḥirâ, in der er seit fünf Jahren Zuflucht während des Monats Ramadan suchte, um über die Entstehung der Himmel und der Erde nachzudenken. Während er im Rest des Jahres die Geschäfte seiner Frau leitete und Karawanen durch die Wüste begleitete.
Gott erwählt immer schlichte Männer, aber niemals gewöhnliche. Er gewährt ihnen sein Licht, das heißt seine Wissenschaft und macht aus ihnen Führer, Modelle, Vorbilder für diejenigen, die nachdenken und urteilen können. Indem er Mohammad ausgesucht hat, hat Gott einen Mann gewählt, der total normal und einfach lebte, und hat ihm offenbart, wie allen Propheten, dass Er sein Gott Ist, Der Gott von allen Menschen, der ganzen Schöpfung. Er Ist Der Ohne-Anfang-Ohne-Ende, Er Ist, Er War, Er Wird immer sein; Er Ist ein verborgener Schatz, Er schafft und wird Bekannt. Im Koran, sagt er: „Und ebenso haben Wir dir Geist von Unserem Befehl (als Offenbarung) eingegeben. Du wusstest (vorher) weder, was das Buch noch was der Glaube ist; doch haben Wir es zu einem Licht gemacht, mit dem Wir rechtleiten, wen Wir wollen von Unseren Dienern (…) 52[2]; „Und du hast vordem kein Buch verlesen und es auch nicht mit deiner rechten Hand niedergeschrieben (…) 48[3].
Gott hat ihm das Licht gegeben, die Wissenschaft, die im Koran enthalten ist, das Unterscheidende Buch (al-furqân): das Buch Gottes, wie er es den Menschen übermittelt hat. Reich dank seiner Frau, geschätzt von seinen Verwandten und Freunden, angesehen von seinen Mitmenschen, ist Mohammad der Überbringer der Wahrheit geworden, von dem Bösen und dem Guten gutgeheißen, wie alle Gesandten und Propheten Gottes vor ihm, wie alle Gerechten, wie alle Menschen. „Und das Jenseits ist wahrlich besser für dich als das Diesseits 4 Und dein Herr wird dir wahrlich geben, und dann wirst du zufrieden sein 5 Hat Er dich nicht als Waise gefunden und (dir) dann Zuflucht verschafft 6 und dich irregehend gefunden und dann rechtgeleitet 7 und dich arm gefunden und dann reich gemacht 8 Was nun die Waise angeht, so unterjoche (sie) nicht 9 und was den Bettler angeht, so fahre (ihn) nicht an 10 und was die Gunst deines Herrn angeht, so erzähle (davon) 11[4].
Mohammad erhält ein neues offenbartes Buch, den Koran. Dieser verleiht Glaubwürdigkeit, stärkt und ergänzt vorherige Offenbarungen, er ist eine Fortsetzung der göttlichen Botschaft, die von jedem Propheten zu seiner Zeit und seinem Volk übermittelt wurde. Dabei ist Mohammad der letzte der Propheten, mit ihm ist die Forderung, die Religion fertiggestellt, der Monotheismus ist definitiv gefestigt. „Mohammad ist nicht der Vater irgendjemandes von euren Männern, sondern Gottes Gesandter und das Siegel der Propheten. Und Gott weiß über alles Bescheid 40[5]; „ (…) Heute habe Ich euch eure Forderung (Religion) vervollkommnet und Meine Gunst an euch vollendet, und Ich bin mit der Befriedung (dem Islâm) als Religion für euch zufrieden (…) 3[6]; „Gewiss, die Religion ist bei Gott die Befriedung (der Islâm) (…) 19[7].
Ab diesem Zeitpunkt fing der Polytheismus, der trotz der Entstehung der monotheistischen Religionen weitgehend dominant seit den frühsten Zeiten bliebt, an schwächer zu werden, zumal heute, mit der bespiellosen Entwicklung der Wissenschaft, das zentrale Thema, auch und vor allem bei den Gelehrten, der Einzige Gott ist: „IM NAMEN GOTTES, DES ALLERBARMERS, DES BARMHERZIGEN. Sag: Er ist Gott, Einer 1 Gott, der Überlegene 2 Er hat nicht gezeugt und ist nicht gezeugt worden 3 und niemand ist Ihm jemals gleich 4[8].
„(…) Heute habe Ich euch eure Forderung (Religion) vervollkommnet und Meine Gunst an euch vollendet, und Ich bin mit der Befriedung(dem Islâm) als Religion für euch zufrieden (…)“[9]. Dieser Vers ist der letzte der offenbart wurde, der Schlusspunkt der Offenbarung. Der Islâm, die letzte offenbarte Religion, war als solche von diesem Tag an vollkommen und gutgeheißen. Jegliche Ergänzung nach dieser Offenbarung erhebt die vielfältigen Umstände der Geschichte der Muslimen, und kann nicht als Teil des Kanons des Islâms angesehen werden. Das Gegenteil zu behaupten, wäre als wenn man sagen würde, dass die Religion nicht mit der Offenbarung dieses Verses vervollständigt wurde, im Gegensatz zu dem was er aussagt.
So war von Adam, dem ersten Menschen bis Mohammad, dem letzten der Propheten, über Abraham, Mose und Jesus die göttliche Botschaft immer die gleiche, auf verschiedene Arten übermittelt und mit dem Islâm abgeschlossen.
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Mit dem Koran hat Mohammad die letzte Religion empfangen, aber immer noch mit der gleichen Botschaft: Gott hat dich mit Verstand ausgestattet, studiere die Vergangenheit und die Zukunft, lerne von der Wissenschaft und dem Wissen, erkunde den Himmel, die Sterne, die Erde, das Meer, das Leben, den Tod, alle kleinen und großen Dinge. Also wirst du kennen, Ihn kennen und du könntest also bezeugen, dass es nur den einen Gott gibt, und du wirst wissen wie und warum du lebst. Du wirst keine anderen „Götter“ anbeten, dienen als dem Einzigen Gott, dem Wahren, so wirst du mit Gerechtigkeit und Güte handeln und nichts Böses tun, du wirst die Schöpfung nicht verderben. Du wirst so handeln, denn du wirst wissen, dass Er Gott Ist und das er Derjenige ist der schafft und urteilt.
„Gott ist das Licht der Himmel und der Erde. Das Gleichnis seines Lichtes ist das einer Nische, in der eine Lampe ist. Die Lampe ist in einem Glas. Das Glas ist, als wäre es ein funkelnder Stern. Ihr Brennstoff kommt von einem gesegneten Baum, einem Ölbaum, weder östlich (weder prachtvoll) noch westlich (weder glanzlos), dessen Öl beinahe schon Helligkeit verbreitete, auch wenn das Feuer es nicht berührte. Licht über Licht. Gott führt zu Seinem Licht, wen Er will. Gott prägt den Menschen die Gleichnisse, und Gott weiß über alles Bescheid 35[10]; „Gewiss, Wir haben für die Menschen das Buch mit der Wahrheit auf dich hinabgesandt. Wer sich nun rechtleiten lässt, der (tut das) zu seinem eigenen Vorteil; und wer in die Irre geht, der geht nur zu seinem eigenen Nachteil in die Irre. Und du bist nicht (als) Sachwalter über sie (eingesetzt) 41[11].
„So richte dein Gesicht aufrichtig zur Forderung (Religion) hin als Anhänger des rechten Glaubens, – (gemäß) der natürlichen Anlage Gottes, in der Er die Menschen erschaffen hat. Keine Abänderung gibt es für die Schöpfung Gottes. Das ist die richtige Forderung (Religion). Aber die meisten Menschen wissen nicht 30[12]. Religion des guten und schönen Werks, der goldenen Mitte, der Mäßigung, der Islâm ist die Religion der Wissenschaft, der Erkenntnis Gottes durch seine Schöpfung. Eines dieser Elemente, und nicht das letzte, das den Koran von vorangegangenen Offenbarungen unterscheidet ist sein Beharren auf die Wissenschaft und die Erkenntnis. Übrigens war das erste Wort der Offenbarung an Mohammad: „Iqra’!(Lies!)“; „Lies im Namen deines Herrn, Der erschaffen hat 1 den Menschen erschaffen hat aus einem Anhängsel 2 Lies, und dein Herr ist der Edelste 3 Der (das Schreiben) mit dem Schreibrohr gelehrt hat 4 den Menschen gelehrt hat, was er nicht wusste 5[13].
Der erste Mensch, der als menschlich bekannt ist, ist Adam und das erste Mal, als er im Koran zitiert wird, sagt Gott: „Und Er lehrte Ādam die Namen alle (…) 31[14]. So ist es klar, dass der Anfang der Menschheit im Koran mit der Erkenntnis verbunden ist. Das Erste, was Adam von Gott erhielt, ist das Wissen aller Namen, und die erst Anweisung, die Gott Mohammad gab, war: „Lies“. Die Botschaft Gottes an den Menschen, vom Anfang bis hin zu Mohammad und bis zum Ende der Zeit, ist: Lies, lerne, kenne die Schöpfung Gottes, um Gott zu erkennen und entsprechend zu handeln; das heißt gut und mit Güte, denn du wirst beurteilt werden. Und der Tag der Auferstehung: « (…) Diejenigen, denen das Wissen gegeben wurde, sagen: „Schande kommt heute und Böses über die Ungläubigen 27[15]; „Und diejenigen, denen Wissen und Glauben gegeben worden ist, sagen: „Nach Gottes Buch habt ihr bis zum Tag der Auferweckung verweilt. Das ist nun der Tag der Auferweckung, aber ihr wusstet (es) nicht. 56[16]. Das zeigt, wie sehr das Wissen das erste Gebot Gottes im Islâm darstellt.
Seine Aufmerksamkeit und Reflexion auf das zu lenken, was man sagt, was man hört und was man sieht, lässt einen sein Bewusstsein über die Dinge, über sich und die Anderen stärken. Das jenseits von dem was man sagt, was man hört und was man sieht zu entschlüsseln, heißt sich der Gesamtheit der Dinge, sich und der Anderen bewusst zu werden. Jenseits der beiden Sätzen befindet sich Der Wahre, Der Echte Unaussprechliche.
Im Koran sind die Verse, die das Denken, die Argumentation honorieren und die Gelehrten erwähnen, sehr zahlreich: „(…) Berichte die Geschichte, auf dass sie nachdenken mögen 176[17]; „Diese Gleichnisse prägen Wir den Menschen, auf dass sie nachdenken mögen 21[18]; „(…) So legen Wir die Zeichen ausführlich dar für Leute, die nachdenken 24[19]; „(…) So macht Gott euch die Zeichen (Verse) klar, auf dass ihr nachdenken möget 219[20]; „Unser Herr, Du hast (all) dies nicht umsonst erschaffen. Preis sei Dir! Bewahre uns vor der Strafe des (Höllen)feuers 191[21].
„Er ist es, Der die Sonne zu einer Leuchte und den Mond zu einem Licht gemacht und ihm Himmelspunkte zugemessen hat, damit ihr die Zahl der Jahre und die (Zeit)rechnung wisstt. Gott hat dies ja nur in Wahrheit erschaffen. Er legt die Zeichen ausführlich dar für Leute, die Bescheid wissen 5[22]; „Und zu Seinen Zeichen gehört die Erschaffung der Himmel und der Erde und (auch) die Verschiedenheit eurer Sprachen und Farben. Darin sind wahrlich Zeichen für die Wissenden 22[23]; „Diese Gleichnisse prägen Wir für die Menschen. Aber nur diejenigen verstehen sie, die Wissen besitzen 43[24]; „(…)So ist es. Gott fürchten von Seinen Dienern eben nur die Gelehrten. Gewiss, Gott ist Allmächtig und Allvergebend 28[25]; „Nein! Vielmehr sind es klare Zeichen in den Brüsten derjenigen, denen das Wissen gegeben worden ist. Und nur die Ungerechten verleugnen Unsere Zeichen 49[26]; „(…)so erhöht auch Gott diejenigen von euch, die glauben, und diejenigen, denen das Wissen gegeben worden ist, um Rangstufen. Und Gott ist dessen, was ihr tut, Kundig 11[27].
 
Dem Koran seinen wissenschaftlichen Aspekt absprechen, ist als wenn man vergisst oder ignoriert, dass die Gelehrten und die islamische Zivilisation die Frucht einer koranischen Kultur sind, die zum Nachdenken und zur wissenschaftlichen Recherche anregt. Der Einfluss und der Beitrag des Korans an die muslimischen Gelehrten ist unbestreitbar und historisch bewiesen.
Die muslimischen Gelehrten waren alle gläubig, ausgebildet durch das Studium des Korans. Fast alle waren Theologen, bevor sie sich in unterschiedlichen wissenschaftlichen Gebieten spezialisiert haben. Sie bereicherten die Wissenschaft mit ihren Kenntnissen und allen denen, die im Laufe der Menschheitsgeschichte angeeignet wurden. Ihre Arbeiten gelten heute als Vorläufer der modernen Wissenschaft. Wiederholte Male haben diese Gelehrten ausgesagt, dass das sorgfältige Studium des Korans wirklich der Ursprung ihrer wissenschaftlichen Berufung war.
 „Und diejenigen, denen Wissen und Versicherung (Glauben) gegeben worden ist, sagen (…)56[28]. In diesem Vers folgt auf das Wort „Wissen“ das Wort „Glaube“, beide sollten gleichzeitig in Betracht gezogen werden, das eine mit dem anderen. In der Tat ist das Ergebnis vom Wissen mit Glauben verbunden, Frieden, Ausgeglichenheit, ein friedliches (سليم) Herz, gesund und heilig. Ohne Wissen oder Urteilskraft, ist aller Glaube abhängig von den Umständen und der Leidenschaft, die zum Besten und/oder zum Schlechtesten führt; die Geschichte zeigt es uns.
Alle muslimische Gelehrten, ohne Ausnahme, waren koranisch, wie es der Prophet selbst auch war; und alle Extremisten, Abweichler, waren Traditionalisten, die von heute sind es nicht weniger; das sagt alles. Die Muslime des Fortschritts und der Wissenschaft haben der Menschheit die Gesamtheit des modernen Grundwissens übermittelt. Der Islâm ist die einzige Religion, der Welt, die der Ursprung einer Zivilisation der Wissenschaften ist. Was die Rückläufigen betrifft, die Fanatiker und die Verbrecher, sie waren schon seit jeher, in allen Zeiten und in allen Gesellschaften, Übel, von denen die Menschheit sich befreien muss.
Darüber hinaus, muss man, um Muslim zu sein, bezeugen, dass es nur den einen Gott gibt. Und um ein wahrer Zeuge zu sein, um die Wahrheit, die Realität bezeugen zu können, braucht man ein Wissen, eine Erkenntnis der Tatsachen und der Dinge. Mit diesem erworbenen Wissen gelangen wir also zum Glauben durch die Vernunft und das Herz, wir werden demütig mit dem Frieden und der Liebe Gottes, wir wissen woher wir kommen und wohin wir gehen, wir handeln mit Wohlwollen und Wohltätigkeit, wir unterscheiden das Gute vom Schlechten, richtig von falsch. Der wissende Muslim ist ein friedliches Wesen, tolerant, gut, wohlwollend und wohltätig; er glaubt an den Einzigen Gott, ohne Partner, den Gott Israels, Christus, Mohammads, an den Gott für alle Menschen ohne Unterschied, an den Gott der Himmel, der Erde und was zwischen ihnen ist, an den Gott für die, die zwischen den Himmeln und der Erde leben. Und sicher, wenn die Forderung, die Religion von Gott der Islâm ist, Erzieht Er wen Er Will, und Er Verzeiht wem Er Will. Und er lässt alle seine Schöpfungen in seine Barmherzigkeit ein. Und ich bestätige, dass dies nicht von untergeordneter Bedeutung ist.
„ Und damit diejenigen, denen das Wissen gegeben wurde, wissen, dass dies die Wahrheit von deinem Herrn ist, so dass sie daran glauben und ihre Herzen sich dann davor demütigen. Und Gott leitet wahrlich diejenigen, die glauben, zu einem geraden Weg 54[29]
 
Der Koran ist kein esoterisches Buch, das nur Eingeweihten vorbehalten ist; er ist mit Absicht exoterisch in dem was er kann und muss öffentlich verbreitet und gelehrt werden. Trotz seiner göttlichen Natur, umfasst und vermittelt der Text mehrere Ebenen  aus nebeneinanderstehenden und ergänzenden Lesungen; keine wörtliche oder anagogische Auslegung kann sich davon freimachen.  Unter dieser Annahme leitet sich der bedeutende Sinn mit einer optimalen Wahrscheinlichkeit der Diskursanalyse, spezifisch oder allgemein, ab. Der Koran ist somit zugänglich für alle Menschen, die mit Vernunft und gesundem Menschenverstand ausgestattet sind; er ist undurchlässig für die Tauben, die nicht hören wollen und die Blinden, die nicht sehen wollen.
Ich zeige in meinem Buch durch Dutzende von Beispielen, dass der Koran auf Reflexion, Argumentation und die Suche nach Wissen beharrt und dazu anregt; somit auf das Wissen von Gott. Der Koran ist kein Gesetz per se, sondern Offenbarung, er ist Religion, in der er eine Beziehung des Menschen zur Ordnung des Göttlichen herstellt, eine Höhere Wirklichkeit, die sich durch das Wissen, den Glauben, das Wohlwollen, die Wohltätigkeit, Die Verordnung des Gutes, Unterlassung des Bösen, die Befriedung und den Frieden erfüllt; dies ist die ursprüngliche Botschaft des Islâms.
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Im Gegensatz zu der Bibel und den meisten heiligen Schriften, die chronologisch von der Geschichte der Schöpfung, der Welt, des Menschen, der Propheten und den Überbringern erzählen, berichtet der Koran, mit Ausnahme von Joseph oder ausnahmsweise, nicht von Erlebnissen einzelner Anhängern in einem gegebenen Kapitel, sondern fragmentiert und in nichtlinearer Art, in er Gesamtheit des Werkes. Es geht nicht darum vor allem historische Tatsachen per se zu erzählen, sondern die Forschung, Analyse und das wissenschaftliche Denken, das die Seele zum Islâm hebt, anzuregen. Im Gegensatz dazu, was einige denken und predigen, stellt sich der Koran weder als ein Geschichtsbuch dar, noch als ein Straf-und Gesetzbuch, im wörtlichen Sinne der Wörter. Sein profundes Verständnis erfordert strenge multidisziplinäre Analyse, mit dem Fernglas, der Lupe und unterm Mikroskop. Er ist die Offenbarung Gottes, Sein Wort, das an die Vernunft und den menschlichen Gedankengang gerichtet ist.
„Wir haben ja den Menschen in diesem Koran ein jedes Gleichnis verschiedenartig dargelegt, doch die meisten Menschen weigern sich (und wollen nichts) außer dem Unglauben 89[30]; „Wenn Wir diesen Koran (als Offenbarung) auf einen Berg hinabsendeten, würdest du ihn wahrlich aus Furcht vor Gott demütig werden und sich spalten sehen. Diese Gleichnisse prägen Wir den Menschen, auf dass sie nachdenken mögen 21[31].
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Von allen Attributen, die Gott sich selbst im Koran zuschreibt, das des Herrn der Welten, sooft wiederholt, zweiundvierzig Mal in dieser Form, stellt die Universalität des Islâm in den Vordergrund, die Religion, zu der alle Menschen eingeladen sind. Gott ist nicht der Herr des einen Himmels und der einen Erde, Er ist der Herr der Welten: der Himmel, der Erde und von dem was dazwischen ist. Das gesagt, auch wenn es sich teilweise dem Verständnis der Muslime entzieht, zeigt all seinen Sinn im Licht der modernen Erkenntnisse. „Pharao  sagte: „Was ist denn der Herr der Weltenbewohner?“ 23 Er (Moses) sagte: „Der Herr der Himmel und der Erde und dessen, was dazwischen ist, wenn ihr überzeugt seid 24[32]; „Euer Gott ist wahrlich ein Einziger 4 der Herr der Himmel und der Erde und dessen, was dazwischen ist, und der Herr der Osten (der Pracht) 5[33].
In Mitten von Milliarden Galaxien und Sonnensystemen, wo die Wissenschaftler sich noch die Frage stellen, ob es noch andere Lebewesen im Universum gibt, sagt der Koran: „Vor Gott wirft sich (alles) nieder, was in den Himmeln und was auf der Erde an Tieren ist, und (auch) die Engel, und sie verhalten sich nicht hochmütig 49 Sie fürchten ihren Herrn über sich und tun, was ihnen befohlen wird 50[34].
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In der Wüste, vor mehr als tausendvierhundert Jahren, Offenbart Gott Mohammad, dass dieses Buch, der Koran, diese Erinnerung, die Er an die Menschen richtet, keine Veränderung erfahren wird, da Er es ist, der sie Bewahrt. Und in der Tat, wird der Koran heute von den (wissenschaftlichen) Spezialisten als das heilige Buch angesehen, das am konformsten mit dem ist, wie es im Ursprung war. „Gewiss, Wir sind es, die Wir die Ermahnung offenbart haben, und Wir werden wahrlich ihr Hüter sein 9[35]. Jetzt müssen wir nur noch zum Herzen der Botschaft: „Das ist wahrlich ein ehrwürdiger Koran 77 in einem wohlverwahrten Buch 78 das nur diejenigen berühren (dürfen), die vollkommen gereinigt sind 79 (er ist) eine Offenbarung vom Herrn der Weltenbewohner 80[36]; „Nein! Vielmehr ist es ein ruhmvoller Koran 21 auf einer wohlbehüteten Tafel 22[37].
Zur Zeit der Propheten hatte jede Zivilisation seine eigenen Werte, und die Vorstellungen von Gut und Böse waren von einem zum anderen Volk verschieden. Die Menschheit hat, seit der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts, ein hohes Niveau an Zivilisation und Erkenntnis erlangt; Wissenschaft und Technik haben ein noch nie dagewesenes Wachstum erlebt. Aber in Bezug auf die Fehlbarkeit des Menschen: Auch wenn die Kulisse gewechselt hat, ist die Mentalität doch im Allgemeinen gleich geblieben. Korruption und Böses herrschen immer noch vor, sie haben als Namen: Ungerechtigkeit, Massenmanipulation, Obskurantismus, Elend, Kriege, Massaker, Krisen und alle Arten von Handel, Umweltzerstörung, Artenschwund, Umweltverschmutzung, Klimawandel… „Unheil ist auf dem Festland und im Meer erschienen wegen dessen, was die Hände der Menschen erworben haben, damit Er sie einiges von dem kosten lässt, was sie getan haben, auf dass sie umkehren mögen 41[38].
Heute sind der Islâm und die Muslime das Schreckensgespenst der Welt geworden, meistens redet man über sie nur aufgrund von Kriegen, Terrorismus, Einwanderern oder Migranten. In Afrika, in Asien, in Südamerika und woanders auf der Welt, sind die Wälder zerstört, die Seen und Flüsse sind ausgetrocknet, Grund und Boden und Dörfer sind vernichtet, vollständige Bevölkerungen sind umgesiedelt. Millionen von Menschen leben unter der Armutsgrenze, hunderte Tausend sind Opfer von Hungersnöten, Morden, Entführung, Organhandel, Millionen von Frauen werden geschlagen und vergewaltigt, hunderttausend Kinder sind versklavt… Darüber sprechen wir nur bis zu einer gewissen Schwelle des Horrors; oder im Moment der Fußballweltmeisterschaft.
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Ein weiteres Paradoxon ist, dass während der Islâm sich in wissenschaftlichen Sphären aufhält, die muslimische aktuelle Welt, weit weg davon ist ein Vorbild zu sein, sie driftet ab. Diese zwei Tatsachen reichen aus, um zu beweisen, dass der Islâm sich durch seinen göttlichen Ursprung auszeichnet, Muslime sind fehlbar von Natur aus. Und es steht im Koran: „Gott will euch Klarheit geben und euch rechtleiten nach den Gesetzmäßigkeiten derer, die vor euch waren, und eure Reue annehmen. Gott ist Allwissend und Allweise 26 Und Gott will eure Reue annehmen; diejenigen aber, die den Begierden folgen, wollen, dass ihr (vom rechten Weg) völlig abweicht 27 Gott will es euch leicht machen, denn der Mensch ist (ja) schwach erschaffen 28[39].
Der Islâm manifestiert sich, auch wenn es nur zahlenmäßig ist, mit eineinhalb Milliarden Anhängern auf dem Planeten und der Zuwachs steigt von denen, die die Religion annehmen, die früher oder später die größte auf der Erde sein wird. Der Fortschritt des Islâm, im Widerspruch zu der Entartung einiger Muslime, erklärt sich durch die Universalität seiner ursprünglichen Botschaft, die die Ärgernisse, denen sich die Muslime seit Jahrhunderten ausgesetzt sehen, nicht enthalten kann. „Er ist es, Der Seinen Gesandten mit der Rechtleitung und der Religion der Wahrheit gesandt hat, um ihr die Oberhand über alle Religion zu geben, auch wenn es den Götzendienern zuwider ist 9[40].
Gleichzeitig findet das Erscheinen von Scharlatanen[41] und Scharlatanismus momentan auf der Welt statt, sie haben als Eigenschaft als falscher Schein der Frömmigkeit und der Tugend aufzutauchen. Vielzählig sind die, die das glauben bis das Licht der Erkenntnis unumstößlich erscheint und es ermöglicht diese dunklen und schädlichen Mächte zu verwechseln. Unter dem Deckmantel eines islams, der von den Ignorantisten verfälscht wurde, begehen Fanatiker, Verderber des Glaubens, die sich in der Schande wohlfühlen, die schlimmsten Verbrechen gegen Gott und die Menschheit. Durch die Denaturierung des Islâms und allen moralischen, universellen Werten, säen sie Zwietracht, Hass zum anderen, Gewalt und Sektierertum. Zwar ist es unleugbar, dass diese dämonischen Verbrecher auf die gesamte Zivilisation zielen und sie bedrohen, jedoch sind die Muslime die ersten Opfer ihrer Lehren und ihrer alptraumhaften Praktiken.
Die Kriminellen haben keine Religion, ihre Verzückungen sind Mord, Zerstörung und das Verderbnis auf der Erde. Der Islâm verurteilt die teuflischen und mörderischen Scharlatane, Unglück für sie in dieser und der anderen Welt. Der Islâm ist unschuldig der Verbrechen, der Grausamkeiten und der Massaker, die zu Unrecht von Ketzern, Abweichlern und Kriminellen in seinem Namen verübt worden sind. Diese sind eher die Ausgeburt des Bösen, der Perversen und Verderber im Land. Gott mag weder Aggression noch die Angreifer und noch weniger die Verderber auf der Erde, die Blutrünstigen und kriminellen Schlächter.
Der Kern des Problems des Terrorismus, der im Namen des Islâm verübt wird, ist die aufklärungsfeindliche, fanatisierende und gewalttätige Ideologie, die Hass und Mord predigt. Es ist diese Art von ketzerischer Ideologie,  gegensätzlich und verräterisch zum ursprünglichen Islâm, die die Ignoranten und verletzliche Gemüter beeinflusst und im Grunde genommen kriminelle Dämonen. Wir müssen die Muslime vom ursprünglichen Islâm, dem Träger der Wissenschaft, des Fortschritts, der Toleranz, des Friedens und der Zivilisation berichten, ihn lehren und sie sensibilisieren.
Der Glauben ist eng mit Güte und Wohlwollen verbunden. Die Verwirrung ist innerlich mit Brutalität und Gewalt verbunden. Zu seinen Lebenszeiten hat der Prophet nie einen Angriffskrieg unternommen; alle die er hatte waren verteidigend oder (im Ausnahmenfall) vorbeugend. Die nach ihm anders gehandelt haben, tragen die alleinige Verantwortung vor Gott und der Geschichte. Der ursprüngliche Islâm ruft zum Humanismus und Universalismus auf,  im Gegensatz zu dem ideologischen Traditionalismus der zum Kommunitarismus und zur Abschottung in die eigene Kultur führt. Der erste ist die Lehre von Gott, dem Meister der Welten; der zweite ist die Verhüllung der Sektierer, doktrinär und engstirnig.
Einige, Fehlgeleitete, verbringen ihre Zeit damit sich gegenseitig zu zerreißen, oft die aufrichtigsten der Welt. Die Einen und die Anderen beteuern lauthals: „Gott ist der Allergrößte!“ Und in dem einen Lager wie in dem anderen geben sie vor die gerechte Sache von Gott zu verteidigen. Sie sind in einem Zustand geistiger Einschränkung, durch die der Ignorantismus den Obskurantismus, den Aberglauben und die Gewalt nährt. Viele sind Geiseln oder Marionetten eines Dogmatismus und von einer vergangenen Zeit. Was soll man anderes sagen als: “Lâ ḥawla lâ quwwata illâ billâh, keine Umgebung und keine Macht durch Gott?“. „Sag: O Leute der Schrift, übertreibt nicht in eurer Religion außer in (dem Rahmen) der Wahrheit und folgt nicht den Neigungen von Leuten, die schon zuvor irregegangen sind und viele (andere mit ihnen) in die Irre geführt haben und vom rechten Weg abgeirrt sind 77[42].
 ΣÂshûrâ, für manche eine Feier, bei der man freut sich; eine Trauer, bei der man sich geißelt, für andere. Es sollte weder ein Freudenfest noch eine Demütigung durch Geißelung sein. Alle muslimischen Historiker ohne Ausnahme berichten, dass der letzte und geliebte Enkel des Propheten, Al-Ḥussayn, am Tag des Σâshûrâ (10-01-61 H/10-10-680 G) durch angebliche Muslime getötet und enthauptet wurde.  Wer kann also von der muslimischen Gemeinschaft profitieren und sich an diesem Tag freuen? Wie kann man sich so durch Geißelung demütigen lassen, obwohl der Islâm diesen Prozess vollkommen verurteilt? Dieser Tag sollte eine Gelegenheit der Einkehr und Besinnung auf unsere Geschichte von gestern und heute im Hinblick auf eine Verbesserung für morgen sein.
Weder Moses, Jesus noch Mohammad feierten den Tag ihrer Geburt; genauso wenig feierten die Juden, die ersten Christen oder die ersten Muslime den Geburtstag ihrer Propheten. Noch dazu finden wir in der Geschichte der Religionen nicht die leiseste Spur eines Propheten, der seine Schüler in derartige Zeremonien eingeweiht hat.
Der Prophet ernannte und entsandte Offiziere und Instruktoren um den Monotheismus des Islâms (die Befriedung) zu lehren. Er richtete weder einen Klerus noch eine Regierung ein noch bestimmte er eine bestimmte und unstreitbare Person, um die politische und/oder religöse Macht nach ihm auszuüben. Der ursprüngliche Islâm hat also die Errichtung eines Establishment, egal welcher Art nicht legitimiert; der ideologische Traditionalismus jedoch schon und setzt das auch fort. Der Islâm vermittelt die Philosophie des Lebens; der Traditionalismus eine systemische Ideologie.
Der Islâm kann weder von einem Klerus noch von religiösen Würdenträgern repräsentiert werden und noch weniger von einer staatlichen Organisation. Die Doktoren in der islamischen Religion können nur von einem Vorrecht profitieren, nämlich dem ihre Meinung abzugeben.
Nach dem Tod des Propheten Mohammad (632), haben mehrere Ereignisse und Umstände der Geschichte, die zu lang sind, um sie hier aufzuzählen, die einen und die anderen Gesetzte in allen Bereichen zu erlassen, einige, die den Koran und das Verhalten des Propheten, entsprechend dem, was sie aus ihrer Sicht für richtig hielten und ihren Interessen entsprechend, interpretieren. Dies hat zur Entstehung der sharîΣah, der Gesetzgebung,  der Theologie und der Rechtswissenschaft der Muslimen, geführt. Heute haben wir mehr als gestern die Pflicht den Islâm in den Lebzeiten des Propheten und was aus ihm nach seinem Tod geworden ist zu studieren und ausführlich und eingehend zu untersuchen, sachlich, historisch und wissenschaftlich, und wie die Theologie und die Rechtswissenschaft der Muslime daraus entstanden sind; um zur wahren und ursprünglichen Botschaft des Islâms zurückkehren zu können. Heute haben wir mehr als gestern die Pflicht den Islâm in den Lebzeiten des Propheten und was aus ihm nach seinem Tod geworden ist zu studieren und ausführlich und eingehend zu untersuchen, sachlich, historisch und wissenschaftlich, und wie die Theologie und die Rechtswissenschaft der Muslime daraus entstanden sind; um zur wahren und ursprünglichen Botschaft des Islâms zurückkehren zu können.
Gott hat dem Menschen alle Namen Beigebracht (Koran, Kapitel 2, Vers 31); um zu analysieren, nachzudenken, zu erkennen und dementsprechend Gesetze zu erlassen. Die einzige sharîΣah (Gesetz, Gesetzgebung) von Gott, unveränderlich und unantastbar sind die Gesetze der Physik, seit der Entstehung des Universums unverändert und unveränderbar zu sein. Jedes andere Gesetz ist von den Umständen der Zeit, des Ortes, der Ursache, des Ziels abhängig. Die Ignoranten und die Fanatiker, sind wie es der Vers 179 im Kapitel 7 des Korans zeigt: „(…) Sie haben Herzen, mit denen sie nicht verstehen; sie haben Augen, mit denen sie nicht sehen; und sie haben Ohren, mit denen sie nicht hören. Jene sind wie das Vieh. Sie irren noch weiter ab. Jene sind die Unachtsamen.“
Für den wissenden Muslim, ist einzig der Koran die Offenbarung Gottes, als Heilig; der Rest ist nur eine Verfassung des Menschen, also fehlbar. Der Koran unterstützt eindeutig Gewissens- und Meinungsfreiheit, ich würde sagen, ganz einfach die Freiheit. Als Gott den Engeln angekündigt hat, dass er einen Nachfolger der Erde ausbilden würde, erwiderten diese also: „Willst Du auf ihr etwa jemanden einsetzen, der auf ihr Unheil stiftet und Blut vergießt? (…)“ Gott!, weit entfernt davon ihnen diesen Gedankengang vorzuwerfen, Antwortet ihnen und Argumentiert für Seine Entscheidung: „(…) Ich Weiß, was ihr nicht wisst“[43]. Darüber hinaus ist es dem teufel im Koran erlaubt Gott gegenüber ungehorsam zu sein, seinen Ungehorsam zu rechtfertigen und Böses zu tun (auf seine eigene Gefahr). Für jeden der nachdenkt ist alles, was ich gerade geäußert habe, zum Thema Freiheit gesagt. Die Gesamtheit des Korans zeigt mittels vieler Beispiele, die Gewissens-und Meinungsfreiheit.
Das Ideal von Freiheit ist kein spezifisches Merkmal des Homo Occidentalis, sondern das der menschlichen Natur; das Wort Freiheit wurde in der gesamten Geschichte der Menschheit, von allen Unterdrückten, allen Nationen, auf der ganzen Welt benutzt. Die Universalität dieses exklusiven Worts wurde durch den Kampf der kolonisierten, beraubten und versklavten Völker gefestigt; Freiheit liegt in der Entwicklung und der Erfüllung des Menschen.
Die letzten Länder, die die Sklaverei abgeschafft haben, galten als “muslimisch”, im grundsätzlichen Widerspruch zur Lehre des Korans und des Verhalten des Propheten, welcher zur Befreiung der Sklaven anregte. Ebenso predigen die Traditionalisten von der Vormundschaft des Mannes über der Frau, indem sie Verse aus dem Koran aus dem Zusammenhang der damaligen Zeit bezüglich Ort, Grund und Zweck gerissen übertragen; da zu viele Muslims ihren Reden ohne Unterscheidungsvermögen vertrauen, sind sie leider noch sehr rückständig, was die Emanzipation der Frau betrifft. Noch einmal, dies steht in absolutem Widerspruch mit dem Herzen des Korans und der ursprünglichen Nachricht des Islâms.
Alle Menschen, Männer und Frauen, werden unabdingbar frei und gleich bezüglich der Würde und der Rechte Gott gegenüber geboren und bleiben es bis zum Jüngsten Tag; die analytische Lektüre des gesamten Korans lässt daran keinen Zweifel. Muslimische traditionalistische Abweichler, die die Worte sinnverzerrt und außerhalb des Kontexts des Korans definieren, sind nicht besser als ihre jüdischen und christlichen Kollegen, die predigen, dass die Frau als erste die Ursünde begangen hat, und die dies wörtlich ihrer Bibels[44] entnehmen.
Um zu zeigen, dass die Frau nicht gleichwertig mit dem Mann ist und unter seiner Vormundschaft stehen soll, führen die traditionalistischen Abweichler unter anderem als Argument an, dass Gott keine Frauen zu Propheten auserwählt hat. Stellen Sie sich weibliche Propheten vor, die inmitten von rauen, gesetz- und morallosen, kriegerischen und mörderischen, Kinder opfernden und Frauen verachtenden Volksstämmen predigen: wo die Frau nie mehr Wert hatte als ein Gebrauchsgegenstand! Im Wissen, was viele von ihnen auch heutzutage noch erleiden müssen, wie kann man Worte finden für die schrecklichen Zustände, in denen Frauen vor Jahrzehnten, Jahrhunderten und Jahrtausenden lebten?
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Die Ketzer werden den Islâm, die Religion der Einheit, des Wissens, der Freiheit des Gewissens, des freien Willens, der Toleranz, der Befriedung und des Friedens verstümmeln, um daraus obskurantistische, retrograde, hasserfüllte und gewalttätige Ideologien zu machen. Sogar um mit einem Tyrannen wie dem Pharao zu reden, beauftragte Gott Moses und seinen Bruder: „Und so redet mit ihm in sanften Worten, auf dass er bedenken oder sich fürchten möge! 44[45]. Dieser Vers, wie viele ähnliche, beinhaltet für den Muslimen ein Verhaltensbeispiel, dem man folgen sollte. Auch wenn heutzutage der Eintritt in Moscheen für Nicht-Muslime im Allgemeinen verboten ist, hat der Prophet Mohammad unter anderem Juden und Christen in der Moschee empfangen.
Im Koran gilt Rassismus als die größte Sünde am göttlichen Gesetz, und der Teufel hat ihn eingeführt; bezüglich des Menschen antwortete er Gott: « Er sagte : “ich bin besser als er, Du hast mich aus Feuer erschaffen und Du hast ihn aus Lehm erschaffen” »[46]. Folglich wiederholt jeder, der sich jemandem anderen überlegen fühlt, diese ursprünglich teuflische Sünde; und Gott Weiß, dass es auf der ganzen Welt viele Rassisten gibt.
Ein Bericht beginnt mit einer Einleitung, setzt sich mit dem Hauptteil fort und endet mit einer Schlussfolgerung. Dies ist der Fall im Koran, er beginnt mit “Der Öffnung” (Al-Fâtiḥa), Kapitel 1; er entwickelt sich in “Die Kuh” (Al-Baqara), Kapitel 2, bis zum Ende des Buches; er schließt mit Kapiteln, die hauptsächlich aus dem Beginn der Offenbarung stammen, ab. Dies um auf die Wichtigkeit des Ursprungs hinzuweisen.
Im Gegensatz zu dem, was nach dem Propheten eingesetzt wurde, ist es nicht seine Auswanderung nach Medina (Hidschra, 622), die den Beginn des muslimischen Kalenders markiert; dieser ist im Koran (Kapitel 97) verankert, er beginnt mit der koranischen Offenbarung 610 (Kapitel 96). Der ursprüngliche Islâm deckt die Gesamtheit seiner Offenbarung (610-632) ab, wohingegen der ideologische Traditionalismus gerne den Hidschra-Kalender vorzieht und sich auf ihn bezieht. Alle muslimischen Historiker, die Traditionalisten inbegriffen, berichten, dass der Hidschra-Kalender nach der Zeit des Propheten übernommen wurde. Der Koran gibt dem Zeitpunkt der Offenbarung Vorrang: „besser als ein tausend Monate“[47]. Der gesunde Menschenverstand sagt, dass ein Kalender von einem initialen Anfang ausgeht; es ist offensichtlich, dass Der Islâm nicht mit der Hidschra, sondern mit der koranischen Offenbarung begonnen hat.
Die Adoption (nach dem Propheten) des Hidschra- Kalenders hat politische, theologische und rechtswissenschaftliche Auswirkungen. Sie hat es den Traditionalisten ermöglicht und tut es noch immer, ihre Ideologien, die exegetisch die Zeit in Medina zum Nachteil der Mekkazeit vorziehen, auf falsche Weise zu untermauern. Der Koran besagt: “(…) Glaubt ihr denn an einen Teil der Schrift und verleugnet einen anderen? (…)”[48]
Nach dem Tod des Propheten, 632, und der großen Subversion von 656-680[49], führen die Hauptursachen des Dahinsiechen und der Aufspaltung der muslimischen Gemeinschaft in umstürzlerische Gruppen, seit Jahrhunderten, zu rein politischen Konflikte und dem erheblichen Gewicht, das diese den Sammlungen von Traditionen im Zusammenhang mit den Ältesten und mit den Aussagen, Tatsachen und Taten des Propheten (den Salaf[50], der Hadîth[51], und die Sunna[52]) zugestehen. Tatsächlich enthält jede Strömung den Koran und den Islâm, je nachdem was sie von diesen Sammlungen behält, was theologischen und rechtlichen, im Grunde genommen sozialpolitischen und oft widersprüchlichen Interpretationen Raum gibt. Historiker aller Fachrichtungen, Verkünder[53] eingeschlossen, debattieren noch heute über die historische Gültigkeit dieser Traditionen. Trotzdem haben diese bei vielen Muslimen den Vorrang gegenüber dem Koran und werden der Ursprung, die sie spaltet.
Die wissenschaftliche Analyse der Gesamtheit dieser Sammlungen der Traditionen aus den Jahren hundertfünfzig bis zweihundertfünfundfünfzig nach dem Tod des Propheten, zeigt uns, dass sie keinerlei konkrete Garantie der Echtheit, der Korrektheit und noch weniger der Genauigkeit der Ausführungen, die berichtet werden, bieten. Aus unterschiedlichen Ketten mündlicher Übermittlung bestehend, bieten sie nur einen ungefähren Ansatz zu historischen Fakten. Von am Anfang um die hundert Äußerungen, haben sie sich in weniger als einem Jahrhundert tausendfach vervielfacht. Die Narratlogie hingegen zeigt uns, dass die ältesten dieser Erzählungen gegen Ende des 7. und zu Beginn des 8. Jahrhunderts[54] angefangen haben aufzutauchen, was mit dem Ende des Bürgerkriegs zusammenfällt. In dieser Epoche tauchten diverse politische, theologische Denkrichtungen und die der Rechtsprechung auf, die die Grundlage aller muslimischen Traditionen sind.
Diese Sammlungen von Traditionen sind also die Konsequenz einer Vielzahl von Ereignissen und Umständen, die von den Muslimen nach dem Tod des Propheten erlebt wurden und repräsentieren ideologische, politische und soziologische Anschauungen in Bezug auf ihr Zeitalter. Die Fehlgeleiteten und die Gegner des Islâm profitieren von diesen Sammlungen ungewissen Inhalts und bestätigen diese, um aus ihnen das herauszuschöpfen was ihren Absichten nützlich ist; und so verzerren und entstellen sie den Islâm. Denn einige Erzählungen in diesen Sammlungen interpretieren den Koran grob und sogar gegen den wörtlichen und allegorischen Sinn seiner Verse, und dichten dem Propheten Stellungnahmen, Verhaltensweisen und Handlungen an, die völlig entgegengesetzt zu seinem Charakter und zu der Botschaft des Islâms sind.
Die Obskurantisten, die Kriminellen und die Islamphobiker machen den Ignoranten weis, dass der Islâm gleichbedeutend mit Hass und Gewalt ist. Dies dient ihrer schäbigen Hassrede und sät Feindschaft und Zwietracht, fördert so einen Krieg der Zivilisationen. Wenn wir nicht aufpassen, ist dies das Chaos, das uns erwartet.
„Gott gebietet Gerechtigkeit, gütig zu sein und den Verwandten zu geben; Er verbietet das Schändliche, das Verwerfliche und die Gewalttätigkeit. Er ermahnt euch, auf, dass ihr bedenken möget! 90[55]; „Und seid nicht wie jene, die auseinandergingen und uneinig wurden, nachdem die klaren Beweise zu ihnen gekommen waren. Für jene gibt es gewaltige Strafe 105[56]; „(…) und gehört nicht zu den Götzendienern 31 zu denjenigen, die ihre Religion spalteten und zu Lagern geworden sind, wobei jede Gruppierung froh ist über das, was sie bei sich hat 32[57]. Jedoch haben viele sich in unzähligen umstürzlerischen Gruppen verschanzt, sich gegenseitig exkommunizierend, die ursprüngliche und universelle Botschaft des Islâms vernachlässigend, den Koran interpretierend ohne an seiner Quelle zu trinken, weil sie sich darin verloren haben und das Herz vergessen haben, zu Gunsten ungewisser Traditionen, kontrovers und fragwürdig. „Doch gibt es unter den Menschen manchen, der über Gott ohne Wissen, ohne Rechtleitung und ohne erleuchtendes Buch streitet“[58].
Erschreckend ist das Beispiel desjenigen, der zuhört, aber nichts hört, der lernt aber nichts versteht, der glaubt zu wissen, aber nichts weiß, der werkelt, aber nichts durchführt; letztendlich nützt es nichts, ansonsten den Klugen zu mimen… ein ganzes Leben ohne Wissenschaft noch Wissen im grauen Alltag. Das kann Sie zum Lachen bringen, aber es ist trotzdem traurig.
Ich bin Muslim, ich bezeuge, dass es keinen Gott als Gott, den Einzigartigen, ohne Partner gibt. Und ich bekunde, dass Mohammad sein Diener und sein Gesandter ist, und zwar, dass die Forderung, die Religion bei Gott, die Befriedung ist, der Islâm, die Ergebung zu Gott in Frieden. Ich bekunde nicht, dass Abî-Bakr, Omar, Othman oder Ali Boten Gottes sind. Sie sind nur Muslime, die dem Propheten nahestehen, die Recht und Unrecht hatten, und die grundsätzlich nicht untadelig sein können. Einzig Gott ist Perfekt und Absolut. Ich berufe mich auf keine bestimmte theologische Schule oder Rechtsprechung, dies hindert mich nicht mich stark verpflichtet zu fühlen, die muslimischen Gemeinschaft, der ich angehöre, trotz ihrer Vielfältigkeit zu verteidigen. Und ich lehne es mit all meinen Kräften ab, dass diese noch mehr gespaltet wird. Ich stelle mich gegen die Exkommunizierenden und die Spalter, wer auch immer das ist. Gott mag weder Angriffe noch die Angreifer. Er ist der Zeuge und er ist der Richter; und niemand kann behaupten das Paradies oder die Hölle zu besitzen, außer Ihm.
Für den Gläubigen ist Gott Selbst die Wahrheit, die Souveräne, Höchste Wahrheit; Die unaussprechliche Wahrheit. Außer ihm besitzt niemand die Absolute Wahrheit, jedem seine Wahrheit; um zu sagen, dass es so viele Sichtweisen auf die Wahrheit gibt wie Meinungen. Dennoch, “Die Wahrheit gilt nie nur als komplette Einheit seines Ausdrucks, wohingegen die Einwände und die Irrlehren immer die Einfachheit haben, Details anzugehen” (Blondel). Die Wahrheit ist das als richtig angesehene Wissen, ihrem Zweck entsprechend und in dieser Eigenschaft einen universellen, absoluten, ultimativen Wert besitzend; die Norm, das Prinzip der Korrektheit, der Weisheit allgemein betrachtet als ein Idealbild im Bereich des Denkens und / oder des Handelns.
Einige politisch-theologischen Lehren und die der Rechtsprechungen, aus der Geschichte der Muslime gerbt, nach dem Propheten, sind im Widerspruch zum Geist des ursprünglichen Islâms. Doch leider verkünden viele diese heute immer noch als unabänderliche und ewige Wahrheiten. Es sind vor allem nicht mehr die ursprüngliche Botschaft des Islâms und seine universellen Werte, die gelehrt werden, verschleiert oder vergessen, sondern ritualisierte Lehren eines anderen Zeitalters, mit Zukunftsperspektiven in der Vergangenheit! Der Islâm braucht keine Reformen, sondern der Traditionalismus muss abgeändert und entweiht werden. Es werden Memento der Traditionen gelehrt, statt die Religion der “die Gottes stehend, sitzend und auf der Seite (liegend) gedenken und über die Schöpfung der Himmel und der Erde nachdenken (…)“[59]
 
Die derzeitigen religiösen Einrichtungen führen den ideologischen Traditionalismus, den Ritualismus und den Konformismus fort, fördern und verbreiten sie; ihre Priorität ist es nicht die ursprüngliche Botschaft des Islâms, die im Koran des lebenden und durch den Propheten dargelegt und vermittelt wird, gegenüber durchzusetzten. Es ist Zeit, dass die Muslime diese Unterscheidung machen, die ursprüngliche Bedeutung des Islâm wiederfinden und sich dementsprechend reformieren.
Der ursprüngliche Islâm, zu Lebzeiten des Propheten, der im Koran genannt und erläutert wird, sollte die wichtigste Grundlage eines jeden Muslimen, der seines Namens würdig ist, sein. Dieser Islâm ist gleichbedeutend mit Wissenschaft, Wissen, Toleranz und Fortschritt. Der Traditionalismus, er, ist gelichbedeutend mit Vergangenheit, die in er Geschichte erstarrt ist, längst vergangen und nicht wiederholbar; die Geschichte schreitet voran und macht keinen Schritt in die Vergangenheit, egal was wir machen, das ist das Gesetz Gottes. Darüber hinaus ist der traditionalistische Idealismus Träger, durch Übermaß und mangels Alternativen, von intellektueller Stagnation, von Aberglauben, von Fetischismus, von Dogmatismus, von Uniformismus, von Ignorantismus und Aufklärungsfeindlichkeit; Übel, die es tunlichst zu vermeiden gilt.
Ohne die ursprüngliche Botschaft des Islâms, geschweige denn die historischen und soziologischen Gegebenheiten oder die Tatsachen der Umstände von Zeit, Ort, Ursache und Zweck wirklich zu berücksichtigen, wiederholen die Traditionalisten den ḥadîth immer wieder durch, was der Prophet gesagt hätte, um ihre Ideologien und Auslegungen des Korans zu rechtfertigen. Jedoch sagt Gott: „Und er redet nicht aus (eigener) Neigung 3 Es ist nur eine Offenbarung, die eingegeben wird 4[60]. Wir können durch diese Verse feststellen, dass nur das als Rede vom Propheten bestätigt werden kann, was von Gott offenbart wurde, sogar der Koran. Denn das Gebot Gottes „Sag“ wird dreihundertzweiunddreißig Mal im Koran[61] wiederholt. Und dieses göttliche Gebot, so viele Male wiederholt, ist inhärent mit der stetigen Übermittlung der wohlgehörten (wohlverstandenen) Botschaft. Was der Prophet sicher sagt, ist was Gott ihn durch die Offenbarung im Koran angewiesen hat zu sagen. „Dies sind Gottes Zeichen (Verse), die Wir dir der Wahrheit entsprechend verlesen. An welche Aussage(ḥadîthin) nach (derjenigen) Gott(s) und Seinen Zeichen (Versen) wollen sie denn (sonst) glauben?“[62].
 
Die sunnah[63], die Tradition, Norm der Tatsachen und Taten des Propheten, kann man auch, und authentischer, im Koran finden. Er ist dort als Mann von großer Kreativität und Moral beschrieben, man findet dort erzählt, was er sagen oder machen soll; wie er von dem Koran berichten soll, und wie er angesichts der Situationen, die ihm geschehen, handeln soll… Der Koran gibt an, wie er sich benehmen soll, sich mit seiner Familie, seinem Adoptivsohn, den Gläubigen und den Menschen im Allgemeinen verhalten soll, wie man heiratet und sich scheiden lässt. Das Wort „Sunna“, Norm, wird sechszehn Mal im Koran[64] genannt, in Bezug auf Gott oder auf die Ehemaligen vor dem Propheten, kein einziges Mal im Zusammenhang mit Mohammad selbst.
Die pseudo-religiösen Fanatiker sich vom Traditionalismus beeinflussen, also von der Geschichte der Muslime, nicht vom Islâm selbst. Wir müssen also handeln um zu informieren und den ursprünglichen Islâm zu lehren (der Lebtage des Propheten) und ihn vom tradionalistischen Islâm unterscheiden (nach dem Tod des Propheten), der angestiftet, gebildet und etabliert durch politisch-theologische Umstände, soziologisch und historisch, vermischt mit der ursprünglichen Botschaft des Islâm (Wissen, Glauben, Wohltätigkeit, Toleranz und Befriedung) ist.
Der ursprüngliche Islâm ist die Religion Gottes, es ist so im Koran dargelegt. Der ideologische Traditionalismus folgt der Geschichte der Muslime nach dem Propheten, deswegen kann er nicht als Teil des Religionskanons angesehen werden. Angesichts der ernsten und alarmierenden Umstände, die unsere moderne Gesellschaft durchdringen, erlaube ich mir zu denken, dass es in der Pflicht jedes Einzelnen liegt, die wissenschaftlichen Arbeiten, die sich mit dem ursprünglichen Islâm auseinandersetzen, zu ermutigen, zu unterstützen und zu fördern. In der Tat ist diese Arbeit eine von jenen, die am besten dazu geeignet sind, den ideologischen Ultra-Traditionalismus, treibende Kraft von so vielen Missetaten und so viel Unheil, wirksam und nachhaltig entgegenzuwirken, zu neutralisieren und zunichte zu machen. Die Überheblichen sind laut; das hindert nicht daran, dass, wenn Sie ein Thema wissenschaftlich, fachmännisch und mit großem Können darlegen, dann sind sie fassungslos und haben keine andere Entgegnung als den Ausdruck ihrer Unzulänglichkeit.
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Beziehen wir uns also auf das Buch Gottes, für alle Muslime. Es gibt einen unumgänglichen Vers, den man für eine bessere Herangehensweise an den Koran unbedingt berücksichtigen sollte: „Er ist es, Der das Buch (als Offenbarung) auf dich herabgesandt hat. Dazu gehören gegebene (eindeutige) Zeichen (Verse) – sie sind der Kern des Buches – und andere, mehrdeutige. Was aber diejenigen angeht, in deren Herzen (Neigung zum) Abschweifen ist, so folgen sie dem, was davon mehrdeutig ist, im Trachten nach Irreführung und im Trachten nach ihrer Missdeutung. Aber niemand weiß ihre Deutung außer Gott. Und diejenigen, die im Wissen fest gegründet sind, sagen: „Wir glauben daran; alles ist von unserem Herrn.“ Aber nur diejenigen bedenken, die Verstand besitzen“ [65]
Dieser Vers, der alles andere als unbedeutend ist, ist klar und präzise, vor allem für die Gelehrten, die die Gesamtheit des Corpus studieren. Die Aufmerksamkeit wird auf zwei Ebenen der Analyse des Korans gerichtet, eine ebenso wichtig wie die andere, den Satz betreffend und satzübergreifend. Die erste betrifft den eigentlichen Grundgedanken des Buches, unveränderlich und zeitlos, sie ist die Grundlage der ursprünglichen Botschaft des Islâms. Die zweite betrifft seine Art der Durchführung, die mehrere Bedeutungen implizieren kann, von den Umständen der Epoche, des Orts, der Ursache und des Zwecks abhängend.
Manchmal müssen unsere Gewissheiten neu überprüft, neu eingeschätzt, sogar reformiert werden, um den echten Sinn einer Sache wiederzufinden. Ein Beispiel, der Koran erwähnt das Gesetz der Vergeltung relativ zu den ältesten in primitiven Gesellschaften gebildeten; jedoch gab er den Vorrang der Erzählung (Fähigkeit zu erzählen und entsprechend zu handeln) in “die Vorherrschungen der Quintessenzen“, denjenigen, die das Wesentliche verstehen. Der Kenntnisstand, der in unseren modernen Gesellschaften erreicht wurde, erlaubt uns nicht mehr, durch Instinkt und Rachegeist, sondern eher durch Vorbeugung und eine zivilisatorische Gerechtigkeit zu handeln. “In der Erzählung-Schneiden liegt Leben für euch, o die Vorherrschungen der Quintessenzen, Vielleicht werden Sie sich Ihnen schützen!”[66]. Solange du dein Herz nicht von Wut und Hass leerst, kannst du es nicht mit der Liebe Gottes füllen und sie in seiner Schöpfung verbreiten.
Ein weiteres Beispiel, gibt es außerhalb des Traditionalismus im Koran einen Wortlaut, der die Muslime unabhängig der Umstände zu Tieropfern verpflichtet? Natürlich nicht. Das Wort “Opfergabe”, hadyu im Arabischen, kann mehrere Bedeutungen haben, abhängig von den Umständen des Zeitalters, des Ortes, der Ursache und des Ziels. Es ist der Begriff, der im Koran für die Wallfahrt benutzt wird, wohingegen das Wort “Schächtung” (dhabaḥ) für das Opfer Abrahams verwendet wird; die Unähnlichkeit ist sprachlich aufschlussreich und alles andere als zufällig. Zwischen dem Schächten von einem Tier und der Gabe eines Geschenks kann die Nuance groß sein. Folglich zu dem, was ich gerade dargelegt habe, ist das jährliche Abschlachten von Millionen von Tieren bei Aïd/Tabaski kompatibel, vereinbar und kohärent mit dem ursprünglichen Islâm? Dies ist eine grundlegende Frage zum Nachdenken für jeden, der Gott fürchtet und an IHN glaubt.
Zur Erinnerung, die Tradition überliefert, dass der Prophet sich auf seiner Pilgerreise unter einem ganz genauen Umstand für seine gesamte Gemeinschaft geopfert hat. Seine Geste entspricht all den Tieropfern, die seitdem bis zum Ende der Zeiten fortgesetzt wurden. So kann jeder Muslime am Tag des Opferfests (Aïd) eine Opfergabe entrichten, “hadyu” gleich welcher Art; ohne notwendigerweise zu einer Schächtung zurückgreifen: “Weder ihr Fleisch noch ihr Blut werden Gott erreichen, aber Ihn erreicht die Gottesfurcht von euch. So hat Er sie euch dienstbar gemacht, damit ihr Gott als den Größten preist, dass Er euch rechtgeleitet hat. Und verkünde frohe Botschaft den Gutes Tuenden”[67]
 
“Und alle Lebewesen (Tiere) auf der Erde oder welche sich mit Flügeln durch die Luft bewegen (Vögel) sind Gemeinschaften wie ihr”[68]. Der wahrhaftige Muslim kann kein Tier missachten, misshandeln, entwürdigen oder schwächen oder es ohne triftigen Grund töten, noch weniger aus purem Vergnügen. Selbst um Lebensmittel herzustellen kann er ein Tier nicht banal töten; er muss seine Handlung im Namen Gottes als eine heilige Handlung ansehen, d. h. als eine Ausnahmehandlung und im Glauben an Gott, der allem Leben den Atem einhaucht.
„Gott hat die beste Botschaft offenbart, ein Buch mit gleichartigen, sich wiederholenden (Versen), vor dem die Haut derjenigen, die ihren Herrn fürchten, erschauert. Hierauf werden ihre Haut und ihr Herz weich (und neigen sich) zu Gottes Gedenken hin. Das ist Gottes Rechtleitung. Er leitet damit recht, wen Er will. Und wen Gott in die Irre gehen lässt, der hat niemanden, der ihn rechtleitet“ [69] 
Der Islâm predigt Maßhalten und Genügsamkeit in allem und für alles, weit entfernt vom Extremismus und Extremen. “(…) die Kleidung der Gottesfurcht, die ist besser. Das ist (eines) von Gottes Zeichen, auf dass sie bedenken mögen.!”[70]. Seinen Kopf bedecken, einen Bart tragen, den Qamis/Daffah, den Boubou oder die Djellaba, den Schleier, den Niqab, die Burka oder den Tschador  ; all dies ist ein Ergebnis des Traditionalismus und hat nichts mit dem ursprünglichen Islâm als Religion zu tun. Vielmehr schaden all diese Demonstrationen heute dem Bild des Islâms und der Muslime, mehrheitlich in den nicht-muslimischen Ländern; sie sind gleichbedeutend mit Obskurantismus, mit Sektierertum, mit Provokation und mit Aggression. Für den muslimischen Gelehrten, der verantwortlich gegenüber dem wahren Islâm ist und sich diesem bewusst ist, ist es unerträglich ihn so entartet und auf diese Prahlereien reduziert zu sehen. Der Islâm der Lichter, der Ursprung für die Entstehung der modernen Wissenschaft, ist durch den ideologischen Traditionalismus in der ritualistischen, rückständigen und fortschrittsfeindlichen religion entstellt. Die Muslime müssen zum ursprünglichen Islâm, dem Islâm der Wissenschaft und des Fortschritts aufwachen; sie müssen auch sich selbst und ihre Religion vor jeglichen schädlichen Vorurteilen schützen.
Die Anbetung Gottes verwirklicht sich weder durch prahlerische Aufmachung noch durch beschwörenden Ritualismus; und noch weniger durch illusorische Mimiken, Worte ohne Wissen und lächerliche Opfergaben. Sie kristallisiert sich in der gerechten Entscheidung heraus, die von der guten Tat gefolgt ist. Gott anzubeten und ihm zu dienen, das bedeutet Seine Schöpfung zu lieben und ihr zu dienen; das bedeutet nachzudenken und gut zu handeln, das bedeutet nützlich zu sein und nicht belanglos. Ein gläubiger und praktizierender Muslim zu sein, bedeutet gelehrt zu sein, friedlich und befriedend, sicher, sichernd und beruhigend, gut, wohlwollend und wohltätig; das bedeutet friedlich zu leben und zu sterben.
„Und so haben Wir euch zu einer Gemeinschaft der Mitte gemacht, damit ihr Zeugen über die (anderen) Menschen seiet und damit der Gesandte über euch Zeuge sei (…)“[71]; „Und müht euch für Gott ab, wie der wahre Einsatz für Ihn sein soll. Er hat euch erwählt und euch in der Religion keine Bedrängnis auferlegt, dem Glaubensbekenntnis eures Vaters Abraham: Er hat euch die „Befriedeten (Muslime)“ genannt, zuvor und (nunmehr) in diesem (Koran), damit der Gesandte Zeuge über euch sei und ihr Zeugen über die Menschen seid (…)“[72]; „(…)Gott will für euch Erleichterung; Er will für euch nicht Erschwernis (…)“[73]
Ein Muslim ist derjenige, der eine Verpflichtung mit Gott eingeht, um an ihn zu glauben, ihn durch den Islâm zu verehren, der seine Seele hebt, in aller Reinheit, um mit Güte zu handeln, um Wohltätigkeit auszuführen, um das Angemessene zu empfehlen und das Verwerfliche zu missbilligen, um die Menschen zu Gott zu rufen, zu der Menschlichkeit, zu Verbesserungen und ausgleichende Gerechtigkeit. Es gibt einen Nutzen in der Welt und der beste ist in der Nähe von Gott. Und um ehrlich zu sein, ist die beste Vorsorge die Frömmigkeit. Derjenige, der mit Gott aufsteht, mit Gott trinkt, mit Gott isst, der mit Gott arbeitet und der sich mit Gott ausruht, der mit Gott schläft und träumt, der mit Gott denkt, redet und handelt, der mit Gott arm und reich ist, der mit Gott gesund und krank ist, der jung und alt mit Gott ist, der mit Gott lebt und stirbt, mit Gott auf den Lippen und im Herzen; derjenige hat die Welt und das Jenseits; derjenige steht auf, trinkt, isst, arbeitet, ruht sich aus, schläft und träumt, denkt, redet und handelt, lebt und stirbt in Frieden. In Frieden mit sich selbst, mit den Menschen, den Lebewesen und den Dingen; und somit in Frieden mit Gott, dem Allgütigstem. Dies sind die Gerechten.
Die Muslime müssen zur ursprünglichen Botschaft des Islâm zurückkehren, der von gestern, heute und morgen. Sie müssen sich wieder in eine Gemeinschaft der richtigen Mitte aufbauen, die Gemeinschaft des „Iqra´“, des „Verbinden und Lies“ durch das Wissen Gottes.
Als erstes müssen sie aus der Lähmung und der Angst, die sie niederdrückt, herauskommen und alle und alles, die durch Hass und Gewalt ihre Religion deformieren energisch verurteilen. Es obliegt ihnen aufzuwachen und den guten Ruf des ursprünglichen Islâm in der Welt wiederherzustellen ; der Islâm der Aufklärung, der Wissenschaft und des Fortschritts, jener des Friedens, der Gewissensfreiheit und der Toleranz. Muslime müssen in besonders intensiver Weise Wohlwollen und Wohltätigkeit ausüben : der Glaube an Gott ist untrennbar mit dem guten und redlichen Handeln verbunden, gleichzeitig, das eine mit dem anderen. Lieben Sie Ihren Nächsten, seien Sie gut zu Ihren Nachbarn, nähren Sie diejenigen, die hungrig sind, nehmen Sie die Waisen auf; dies ist, was richtig ist und ist nicht vergeblich.
„Ihr ward die beste Gemeinschaft, die für die Menschen hervorgebracht worden ist. Ihr gebietet das Rechte und verbietet das Verwerfliche und glaubt an Gott. Und wenn die Leute der Schrift glauben würden, wäre es wahrlich besser für sie. Unter ihnen gibt es Sicher (Gläubige), aber die meisten von ihnen sind Frevler 110[74]; „Beim Zeitalter! 1 Der Mensch befindet sich wahrlich in Verlust 2 außer denjenigen, die glauben und rechtschaffene Werke tun und einander die Wahrheit eindringlich empfehlen und einander die Standhaftigkeit eindringlich empfehlen 3[75]
* * *
Der Mensch, mit all seinem Wissen, fühlt die Notwendigkeit seine Seele zu nähren, seine spirituelle Suche fordert Antworten. Aber die Welle der jüdisch-christlichen- oder fernöstlich inspirierten Sekten, die vom Buddhismus oder Hinduismus abgeleitet sind, ist zurückgegangen. Es wurde zwar versucht den Materialismus zu vergeistigen und umgekehrt, aber das Ergebnis war kein großer Erfolg. Dies wird auch der Fall des doktrinellen Sektierertums der fehlgeleiteten Muslime sein. Der Islâm hingegen, mit seiner ursprünglichen und originellen Botschaft, wird den Menschen seine Menschlichkeit und seine Daseinsberechtigung wiederentdecken lassen; so ist seine universale Berufung. „(…) Und wer Gott fürchtet, dem schafft Er einen Ausweg 2 und gewährt ihm Versorgung, von wo (aus) er damit nicht rechnet. Und wer sich auf Gott verlässt, dem ist Er seine Genüge. Gott wird gewiss (die Durchführung) seine(r) Angelegenheit erreichen. Gott legt ja für alles ein Maß fest 3[76]
 
Die Sonne geht im Westen auf (9.Ausgabe – 2018), SCDOFG
 
[1] 570-632.

[2] Kapitel 42, Vers 52.

[3] Kapitel 29, Vers 48.

[4] Kapitel 93, Verse 4-11.

[5] Kapitel 33, Vers 40.

[6] Kapitel 5, Vers 3.

[7] Kapitel 3, Vers 19.

[8] Kapitel 112, Verse 1-4.

[9] Kapitel 5, Vers 3.

[10] Kapitel 24, Vers 35.

[11] Kapitel 39, Vers 41.

[12] Kapitel 30, Vers 30.

[13] Kapitel 96, Vers 1-5.

[14] Kapitel 2, Vers 31.

[15] Kapitel 16, Vers 27.

[16] Kapitel 30, Vers 56.

[17] Kapitel 7, Vers 176.

[18] Kapitel 59, Vers 21.

[19] Kapitel 10, Vers 24.

[20] Kapitel 2, Vers 219.

[21] Kapitel 3, Vers 191.

[22] Kapitel 10, Vers 5.

[23] Kapitel 30, Vers 22.

[24] Kapitel 29, Vers 43.

[25] Kapitel 35, Vers 28.

[26] Kapitel 29, Vers 49.

[27] Kapitel 58, Vers 11.

[28] Kapitel 30, Vers 56.

[29] Kapitel 22, Vers 54.

[30] Kapitel 17, Vers 89.

[31] Kapitel 59, Vers 21.

[32] Kapitel 26, Verse 23-24.

[33] Kapitel 37, Verse 4-5.

[34] Kapitel 16, Verse 49-50.

[35] Kapitel 15, Vers 9.

[36] Kapitel 56, Verse 77-80.

[37] Kapitel 85, Verse 21-22.

[38] Kapitel 30, Vers 41.

[39] Kapitel 4, Verse 26-28.

[40] Kapitel 61, Vers 9.

[41] Al-dajjâl (الدجال) : der antichrist.

[42] Kapitel 5, Vers 77.

[43] Kapitel 2, Vers 30.

[44] Genesis – Kapitel 3, Vers 6.

[45] Kapitel 20, Vers 44.

[46] Kapitel 7, Vers 12 und Kapitel 38, Vers 76.

[47] Kapitel 97.

[48] Kapitel 2, Vers 85.

[49] Erster Unfriede und Bürgerkrieg zwischen Muslimen.

[50] „Vorherigen“ im übertragenen Sinne die Ärzte „Muslime der ersten Jahrhunderte“ bezeichnend.

[51] „Aussage“, im übertragenden Sinne zeigend, was der Prophet gesagt hätte.

[52] Sunna oder Sîrah, „Art“, „Verhalten“, im übertragenden Sinne die Tradition des Propheten bezeichnet: was von seinem Verhalten, seinen Taten und Handlungen berichtet wurde.

[53] Spezialisten der Aussagen, die dem Propheten zugeschrieben werden.

[54] Nach 680.

[55] Kapitel 16, Vers 90.

[56] Kapitel 3, Vers 105.

[57] Kapitel 30, Verse 31-32.

[58] Kapitel 22, Vers 8.

[59] Kapitel 3, Vers 191.

[60] Kapitel 53, Verse 3-4.

[61] In den meisten Fällen ist dieses Gebot an den Propheten gerichtet.

[62] Kapitel 45, Vers 6.

[63] Das bedeutet, wenn eine ḥadîth, eine sunnah oder eine sîrah des Propheten wissenschaftlich erwiesen sind, müssen sie als von den Umständen abhängig angesehen werden.

[64] Vierzehn Mal im Singular, 2 Mal im Plural.

[65] Kapitel 3, Vers 7.

[66] Kapitel 2, Vers 179.

[67] Kapitel 22, Vers 37.

[68] Kapitel 6, Vers 38.

[69] Kapitel 39, Vers 23.

[70] Kapitel 7, Vers 26.

[71] Kapitel 2, Vers 143.

[72] Kapitel 22, Vers 78.

[73] Kapitel 2, Vers 185.

[74] Kapitel 3, Vers 110.

[75] Kapitel 103, Verse 1-3.

[76] Kapitel 65, Verse 2-3.


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